Nach den Schwierigkeiten des verlorenen Krieges 1945 war es nicht einfach, geeignete Bürger für das Gemeindeparlament  zu gewinnen. Anfangs versuchten verschiedene Parteien einen Gemeinderat aufzustellen, was die Bevölkerung nicht immer tolerierte. Der Ruf aus der Bevölkerung unabhängige Bürger für das Gemeindeparlament zu gewinnen wurde immer lauter.

Im Jahre 1951 erstellten die Freien Wähler, wie sie sich nannten, mit der Nr. 1 den ersten Wahlvorschlag und erreichten auf Anhieb 5 der 12 Sitze. Stimmenkönig war damals mit über 1200 Stimmen Paul Grimm.  Einen Fraktionssprecher gab es damals noch nicht. Nach dem Ausscheiden von Paul Grimm übernahm Michael Jost die Aufgabe der  Organisation und wurde künftiger Sprecher der FWV. Er war unermüdlich bemüht, für jede Kommunalwahl gute Bürgerinnen und Bürger für das Amt zu gewinnen. Als er aus Altersgründen zurücktrat übernahm Emil Kötzer als Nachfolger das Amt als Fraktionssprecher und den damit verbundenen Vorsitz. 1981 übernahm Franz Riedinger diese Aufgabe bis 2005. 2001 feierten die Freien Wähler Baienfurt ihr 50-jähriges Jubiläum im Rathaus unter  Anwesenheit von Landrat Kurt Widmaier und Bürgermeister Robert Wiedemann. Als Gastredner konnte Prof. Dr. Hans Wehling gewonnen werden, der  übrigens der Verfasser der Gemeindeordnung Baden Württemberg war.  Als 2005 Franz Riedinger zum  1. Stellvertretenden Bürgermeister gewählt wurde, übernahm Richard Birnbaum den Vorsitz und wurde Fraktionssprecher der FWV Baienfurt.


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